IGBCE fordert Abkehr von Klimaneutralität bis 2045 und Erleichterungen beim CO2-Preis für Industrie

Die Chemie-Gewerkschaft IGBCE fordert die Abkehr vom Ziel der Klimaneutralität bis 2045 und Erleichterungen beim CO2-Preis. Für die Industrie gehe es ums Überleben, sagte IGBCE-Chef Michael Vassiliadis Politico.

Auf die Frage, ob Deutschland das Klimaziel 2045 an das EU-Ziel 2050 anpassen sollte, sagte Michael Vassiliadis Mittwochabend: „Ja, das ist auch ein Hebel.“ Angesichts der akuten Krise vieler Firmen wäre selbst die Anpassung des Klimaziels aber zu wenig und zu spät. Viele Unternehmen bräuchten jetzt und sofort Hilfe.

Das Konzept der CO2-Preise funktioniere so nicht, sagte Vassiliadis „Es bringt unsere Betriebe um.“ Weltregionen wie Asien oder die USA folgten der EU nicht. „Dagegen können die Firmen weder ansparen noch antransformieren.“ Zudem fehlten „meist die Technologien, die Infrastruktur und die Energieträger, um zu vertretbaren Kosten CO2-frei zu produzieren“.

Die Lage der Industrie sei noch dramatischer als in der Gesamtwirtschaft: „Ob Chemie, Kunststoffe, Gummiwaren, Glas oder Papier: Überall geht die Produktion zurück.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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