
Der Bundesvorsitzende der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), Dennis Radtke, hat vor einer falschen Themensetzung im nordrhein-westfälischen Kommunalwahlkampf gewarnt.
Die Fragen Asyl und Migration gehörten zum „Kerngeschäft der AfD“, sagte der CDU-Politiker dem „Handelsblatt“. „Wer sich zentral nur auf dieses Thema fokussiert, hat schon verloren. Hier müssen Lösungen her, ohne von morgens bis abends darüber zu reden“, mahnte Radtke.
Der CDA-Chef beklagte zudem, dass die AfD von Defiziten in der Sozialpolitik profitiere. „Die Frage der Lebenshaltungskosten, vor allem die Frage von bezahlbarem Wohnraum, hat sich zu der sozialen Frage in unserem Land entwickelt, die weit in die Mittelschicht ausstrahlt“, sagte Radtke. Die Tatsache, dass immer mehr Menschen sich anstrengen und trotzdem kaum über die Runden kommen, sei „ein Brandbeschleuniger“ für die Entwicklung der AfD.
„Lähmende Bürokratie, Engpässe bei Pflege und Kinderbetreuung, kaputte Straßen und vergammelte Grünanlagen lassen den Eindruck entstehen, dass in unserem Land nicht mehr viel funktioniert“, sagte Radtke. Die Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen finden am 14. September statt.
Foto: via dts Nachrichtenagentur