Landtagswahl Baden-Württemberg: Hagel attackiert Özdemir wegen Auto-Politik und Migrationskurs

Eine Woche vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg hat CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel schwere Kritik am Grünen-Spitzenkandidaten Cem Özdemir und an dessen Partei geübt.

„Die Aussagen des Spitzenkandidaten sind von der Programmatik der eigenen Partei weit entfernt“, sagte Hagel der „Welt“. Er verspreche Dinge, die seine eigene Partei niemals mitgehen werde. „Das ist nicht ehrlich.“ Und weiter: „Nicht ehrlich ist es auch, wenn der grüne Spitzenkandidat nun rotzfrech behauptet, dass die grüne Partei `Auto kann`. Dabei ist doch der Kampf gegen das Auto geradezu der Gründungsmythos der Grünen.“ Jetzt, wo sich zeige „dass der `Kampf gegen das Auto` in Wirklichkeit ein Kampf gegen unseren Wohlstand und unsere Arbeitsplätze war, versucht er, die Grünen noch schnell zur Autopartei umzuetikettieren“, so Hagel.

Der CDU-Spitzenkandidat reagierte auch auf Özdemirs Kritik an der Verlängerung der Grenzkontrollen durch Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU). „Es ist das eine, die Folgen der illegalen Migration in Zeitungsbeiträgen wortreich zu beklagen. Das andere ist es, gegen die illegale Migration konkret etwas zu tun. Und genau das will der grüne Spitzenkandidat offensichtlich nicht. Das passt einfach nicht zusammen, man kann nicht große Reden schwingen und sich dann in die Furche legen, wenn es konkret wird“, sagte Hagel.

Kurz vor der Wahl sind die Grünen in zwei Umfragen nah an die seit langer Zeit führende CDU herangerückt. Eine Koalition von CDU und Grünen gilt bisher als wahrscheinlichste Regierungsoption mit ausreichender Mehrheit im Landtag.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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