Linke fordert Weitergabe von VW-Vorstandsboni an Belegschaft

Die Linke fordert den Volkswagen-Vorstand auf, auf seine Bonuszahlungen zu verzichten. „Die Boni müssen zurückgezahlt und als Prämien an die Belegschaft ausgeschüttet werden“, sagte die Linke-Parteivorsitzende Ines Schwerdtner der „Welt“ (Mittwochausgabe). „Das wäre ein Zeichen der Wertschätzung für all jene, die in Werkhallen und Büros den Laden am Laufen halten.“

Es sei „skandalös, dass die hart arbeitenden Menschen um ihre Jobs und ihre Existenz bangen müssen, während sich das Management die eigenen Taschen füllt“, sagte Schwerdtner. Die hohen Zahlungen seien möglich, weil diese sich am Netto-Cashflow orientierten und dieser wegen eingesparter Investitionen gestiegen sei, so die Linke-Vorsitzende. „Wer mit solchen Taschenspielertricks Millionen einstreicht, hat diese nicht verdient.“

Schwerdtner sieht die Verantwortung für die wirtschaftliche Misere in der Konzernführung. „Volkswagen steckt tief in der Krise und die Manager in den Chefetagen sind schuld. Jahrelang wurden fette Dividenden ausgeschüttet, anstatt in Forschung und Entwicklung zu investieren“, so die Linken-Chefin. „Jetzt brechen die Gewinne ein, und die Bosse verordnen einen brutalen Sparkurs.“

Am Dienstag vermeldete der Volkswagen-Konzern massive Gewinneinbrüche für das vergangene Jahr. Bis 2030 sollen Kosten gesenkt werden und konzernweit 50.000 Stellen abgebaut werden. Laut „Handelsblatt“ soll Volkswagen seinem Vorstand insgesamt rund 13,6 Millionen Euro an Jahresboni gezahlt haben.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Hubig fordert Einmal-pro-Tag-Obergrenze für Spritpreiserhöhungen – SPD und Union zeigen sich offen

    Wegen der stark gestiegenen Spritpreise hat sich Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) dafür ausgesprochen, Erhöhungen nur noch einmal täglich zu erlauben. „Wenn an der Zapfsäule mehrfach pro Tag der Preis erhöht…

    Sandra Hüller warnt vor politischer Zensur der Berlinale und wünscht sich ein weltoffenes Festival

    Die deutsche Schauspielerin Sandra Hüller zeigt sich besorgt um die Zukunft der Berlinale. „Ich hoffe einfach, dass die Dinge, die der Berlinale jetzt schon unterstellt wurden und die nicht wahr…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert