Der Dax hat sich am Freitag nach einem schwachen Start in den Handelstag bis zum Mittag Richtung Vortagesniveau bewegt. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 23.560 Punkten berechnet, 0,1 Prozent unter dem Schlussniveau vom Donnerstag.
„Die Investoren stehen weiter im Bann der Nachrichten aus dem Krieg im Iran und dessen Auswirkungen auf die Energiepreise“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. „Die Flucht in die sicheren Häfen hält an und lastet auch auf dem Euro. Das verstärkt die Inflationsthematik in der Eurozone zusätzlich, da die ohnehin schon teuren Rohstoffe in US-Dollar abgerechnet und durch den schwachen Euro noch teurer werden.“
„Die heute publizierten Großhandelspreise für Deutschland lagen in der Teuerungsrate über der Erwartung und lassen bereits erahnen, was noch auf die Konsumenten zukommen kann. Im weiteren Handelsverlauf werden die US-BIP-Daten, die Konsumausgaben in den USA, der PCE-Deflator, die JOLTS-Daten und das Verbrauchervertrauen der Universität Michigan veröffentlicht“, so Lipkow.
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagnachmittag schwächer: Ein Euro kostete 1,1468 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8720 Euro zu haben.
Der Goldpreis zeigte sich kaum verändert, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 5.096 US-Dollar gezahlt. Das entspricht einem Preis von 142,86 Euro pro Gramm.
Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagnachmittag gegen 12 Uhr deutscher Zeit 100,10 US-Dollar, das waren 32 Cent oder 0,3 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.
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