Die Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Katharina Dröge, hat ihre Fraktionskollegin Zoe Mayer gegen Kritik wegen der Wiederveröffentlichung eines acht Jahre alten Videos des baden-württembergischen CDU-Spitzenkandidaten Manuel Hagel verteidigt.
„Wenn nach dem Fehlverhalten eines Mannes ausgerechnet die Frau angegriffen wird, die darauf aufmerksam macht, läuft etwas grundlegend falsch“, sagte Dröge dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. „Das sendet die Botschaft an viele junge Frauen: Schweigt lieber, sonst werdet ihr selbst zum Problem erklärt.“ Schließlich habe Hagel selbst seine Aussagen „Mist“ genannt, fügte Dröge hinzu. „Damit war eigentlich alles gesagt.“
Der Clip zeigt den damals 29-jährigen christdemokratischen Generalsekretär und späteren Spitzenkandidaten Manuel Hagel bei einem Interview in einer Ulmer Gaststätte. Er berichtet darin von einem Besuch an einer Realschule. In der Klasse hätten damals 80 Prozent Mädchen gesessen. „Also da gibt`s für 29-jährige Abgeordnete schlimmere Termine als diesen“, sagte Hagel in dem Video. Dann geht er auf eine Schülerin näher ein mit den Worten: „Ich werd`s nie vergessen, die erste Frage, sie hieß Eva, braune Haare, rehbraune Augen.“
Foto: via dts Nachrichtenagentur

