SPD kritisiert Cannabis-Rezept-Pläne von Gesundheitsministerin Warken

Die SPD kritisiert die Pläne von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU), die Cannabis-Rezepte ohne direkten Arztkontakt künftig verbieten will. Der Vorschlag greife in die Berufsfreiheit von Ärzten und in die Handlungsfreiheit von Patienten ein, sagte Carmen Wegge, rechtspolitische Sprecherin der SPD, dem „Spiegel“. „Außerdem benachteiligt das Versandverbot Anbieter aus dem EU-Ausland erheblich und verletzt somit die Dienstleistungsfreiheit und den freien Warenverkehr.“

Künftig soll es nach Warkens Plänen nicht mehr möglich sein, medizinisches Cannabis über Online-Apotheken zu bestellen. Ein Rezept soll es nur noch nach persönlichem Kontakt mit einem Arzt geben und nicht wie bisher auch über Videosprechstunden.

SPD-Politikerin Wegge fordert eine „verfassungskonforme, europarechtskonforme Lösung, die Versorgungssicherheit, Gleichbehandlung und digitale Zugänglichkeit gewährleistet“. Auf Union und SPD kommen im Bundestag also noch Diskussionen zu. Warken will das Gesetz dieses Jahr verabschieden.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Zahlen der Bundesregierung: Islamistisch motivierter Antisemitismus auf Rekordniveau – 670 Fälle im Jahr 2025

    Das Bundeskriminalamt (BKA) hat im vergangenen Jahr so viele antisemitische Straftaten mit islamistischem Hintergrund registriert wie nie zuvor. Die Behörden erfassten 670 Fälle, rund sechs Prozent mehr als 2024, wie…

    Tui-Chef Sebastian Ebel: Reisebranche steht vor Konsolidierung – Urlaub wird 2027 teurer, Familien buchen später

    Tui-Chef Sebastian Ebel rechnet angesichts der wirtschaftlichen Lage mit Veränderungen in der Reisebranche. „Ich glaube, dass es in vielen Bereichen Konsolidierungen geben wird – im Hotel- und im Airline-Segment“, sagte…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert