Schlag gegen „Black Basta“: Internationale Razzia trifft Erpresserbande nach Millionenschäden

Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main und das Bundeskriminalamt haben gemeinsam mit internationalen Partnern einen Schlag gegen die Ransomware-Gruppierung „Black Basta“ geführt. Das teilten die Behörden am Donnerstag mit. Bei den koordinierten Aktionen wurden in der Ukraine Wohnungen von zwei mutmaßlichen Mitgliedern durchsucht und Beweismittel gesichert. Zudem wird nun öffentlich nach dem mutmaßlichen Kopf der Bande, einem russischen Staatsbürger, gefahndet.

Bei „Black Basta“ handelt es sich laut den Ermittlern um eine der aktivsten Erpresserbanden der letzten Jahre. Sie soll von März 2022 bis Februar 2025 für die Erpressung von mehr als 100 Unternehmen und Institutionen in Deutschland sowie etwa 600 weiteren Organisationen weltweit verantwortlich gewesen sein. Der erpresste Schaden beläuft sich demnach auf einen dreistelligen Millionenbetrag, wovon allein in Deutschland über 20 Millionen Euro erbeutet worden sein sollen. Zu den Opfern zählen neben Unternehmen auch Krankenhäuser und Behörden.

Die aktuellen Durchsuchungen in den ukrainischen Regionen Iwano-Frankiwsk und Lemberg richteten sich gegen mutmaßliche Mitglieder, denen sogenanntes Hash-Cracking vorgeworfen wird. Dabei werden erbeutete Passwort-Hashes geknackt, um sich Zugang zu Netzwerken zu verschaffen. Gegen den gesuchten Rädelsführer wurde ein Haftbefehl erwirkt. Ihm wird vorgeworfen, die Gruppierung gegründet und geleitet zu haben. Die Maßnahmen sind Teil einer andauernden internationalen Kooperation, an der neben deutschen und ukrainischen Behörden auch Stellen aus der Schweiz, den Niederlanden und dem Vereinigten Königreich beteiligt sind.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    E-Auto-Förderung: Mehr als 100.000 Anträge gestellt

    In Deutschland haben inzwischen mehr als 100.000 Fahrzeughalter einen Antrag auf die neue E-Auto-Förderung der Bundesregierung gestellt. Das zeigen Zahlen des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa), über die das…

    CSU-Rentenpolitiker Dorn: Abschaffung der Rente mit 63 ist zentral für Reform und Generationengerechtigkeit

    Der CSU-Bundestagsabgeordnete Florian Dorn warnt mit Blick auf Äußerungen mehrerer Ministerpräsidenten davor, an der sogenannten Rente mit 63 festzuhalten.„Die Koalition ist sich einig, dass wir die Rentenreform umsetzen wollen –…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert