AfD und Linke lehnen Social-Media-Verbot für Jugendliche ab und fordern stattdessen mehr Medienkompetenz

AfD und Linke sprechen sich gegen ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren aus, wie es von Teilen der CDU gefordert wird.

Die Forderung sei „falsch und gefährlich“, sagte AfD-Chefin Alice Weidel dem Nachrichtenportal T-Online. Kindern einen verantwortungsvollen Umgang mit den Medien beizubringen, gehöre zum Erziehungsauftrag der Eltern und sei „wesentlich wirkungsvoller und zielführender als eine Tabuisierung von X, Instagram und Co. durch ein generelles staatliches Verbot“.

Ähnlich sieht es Linksfraktionschefin Heidi Reichinnek: „Statt Social Media für Jugendliche einfach zu verbieten, muss es darum gehen, dass wir ihnen Medienkompetenz beibringen und die sozialen Medien für alle, auch Erwachsene, sicherer machen“, sagte sie T-Online. Die EU zwinge Tech-Konzerne bisher zum Beispiel nicht, Algorithmen offenzulegen oder illegale Inhalte zu entfernen. „Wer in der Politik keine anderen Ideen hat, als soziale Medien für Jugendliche zu verbieten, macht es sich aber zu einfach.“ Junge Menschen hätten ein „Recht auf Teilhabe am digitalen Raum“.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Zwei Schwerverletzte nach Verkehrsunfall bei Schenkendöbern

    Ein schwerer Verkehrsunfall hat sich am Montagabend auf der Bundesstraße 320 bei Lübbinchen ereignet. Rettungskräfte, Feuerwehr und Polizei wurden gegen 17:30 Uhr alarmiert. Ein PKW der Marke Mazda war von…

    Verlegerin warnt vor Lesekrise: Jedes vierte Kind scheitert am Textverständnis

    Die Chefin des Medienhauses Oetinger, Julia Bielenberg, warnt vor den Folgen eklatanter Leseschwächen bei Kindern. „Wir machen inzwischen viele Bücher, die bewusst aus einfachen Sätzen bestehen“, sagte Bielenberg dem Wirtschaftsmagazin…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert