Linkspartei-Chefin Schwerdtner kritisiert CDU-Unvereinbarkeitsbeschluss als „kindisch“

Vor dem Beginn des Stuttgarter Parteitags der CDU hat die Vorsitzende der Linkspartei, Ines Schwerdtner, den Unvereinbarkeitsbeschluss der Union gegenüber der Linken infrage gestellt. Der kategorische Ausschluss jeder Zusammenarbeit mit der Linken sei „kindisch“ und würde der CDU „die Hände binden“, sagte Schwerdtner dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Freitagausgaben). „Er ist vor allem ein Deckmantel dafür, keine soziale Politik machen zu müssen“, so die Linken-Politikerin.

Schwerdtner rief die Union zu einem Kurswechsel auf. „Wer unten kürzt und oben schont, macht Politik für wenige statt für die Mehrheit“, warnte sie. „Auf dem Bundesparteitag der CDU wird vorbereitet, was viele Menschen fürchten: weniger Kündigungsschutz, niedrigere Renten, weniger Absicherung im Krankheitsfall.“

Mit Blick auf die CDU-interne Debatte über eine Lockerung des Unvereinbarkeitsbeschlusses verwies Schwerdtner auf inhaltliche Differenzen. „Mit ihrer Kahlschlag-Politik hat sie in uns weiterhin den größten Gegner im Bundestag“, sagte die Linken-Vorsitzende.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Mietpreisbremse: Private Vermieter überhöhen Mieten fast so stark wie gewerbliche – neue Conny-Daten

    Private Vermieter überhöhen ihre Mieten fast genauso stark wie gewerbliche Anbieter. Das zeigten neue Daten des Rechtsdienstleisters Conny, über die das „Handelsblatt“ berichtet.Grundlage der Analyse war ein Datensatz mit 9.350…

    Neue CDU-Generalsekretärin setzt auf mehr Basisnähe

    CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann will sich mit einer neuen Strategie gegen den Vertrauensverlust an der Parteibasis und in der Bevölkerung stemmen. „Jetzt geht es darum, Vertrauen mit Ernsthaftigkeit und Ehrlichkeit zurückzugewinnen“,…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert