Nouripour fordert neue Sanktionen gegen Iran und Einfrieren von Regime-Vermögen

Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour (Grüne) fordert neue Sanktionen gegen das iranische Regime – auch innerhalb Deutschlands. „Das sollte Deutschland jetzt anzetteln“, sagte der Bundestagsvizepräsident dem Nachrichtenmagazin Politico. Neben der Listung der Revolutionsgarden brauche es weitere Schritte, etwa das „Einfrieren von Privatvermögen der Regimeliten“. Es gebe Regimeangehörige, die Vermögen in Europa haben. „Das sollte angegangen werden“.

Nouripour kritisierte, dass bislang zentrale Maßnahmen ausblieben. Ein Betätigungsverbot gegen Vertreter des Regimes in Deutschland fehle weiterhin. Es sei notwendig, „dass sie sehen, dass ihre Arbeit nicht folgenlos bleibt“. Auch eine „Anklage der Generalbundesanwaltschaft“ gegen Verantwortliche könne ein Signal sein.

Mit Blick auf die heutigen diplomatischen Gespräche in Genf zwischen Washington und Teheran zeigte sich Nouripour skeptisch. „Es gibt die Möglichkeit, dass man sich einigt“, sagte er. Allerdings werde „nur über Urananreicherungen geredet“, während das Regime „eine Historie hat von Betrug“. „Diesem Regime kann man nicht vertrauen“.

Ein Abkommen dürfe nicht andere Themen ausblenden. „Wir reden über massive Verbrechen gegen die Menschlichkeit in diesem Jahr“, sagte Nouripour. Sollte es lediglich zu einem Atomdeal kommen, der Repression und regionale Destabilisierung ausklammere, sei das sein „Worst Case“.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Nach CSD-Anschlag: Sachsen-Anhalts Ministerpräsident fordert Entzug der Staatsbürgerschaft für islamistische Gefährder

    Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) fordert, islamistischen Gefährdern mit doppelter Staatsbürgerschaft die deutsche Staatsbürgerschaft zu entziehen.Das berichtet das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Schulze sagte am Montag bei einer Veranstaltung des „RND“ in…

    Tino Sorge kritisiert Friedrich Merz nach Entlassung als Staatssekretär

    Der geschasste Parlamentarische Staatssekretär im Gesundheitsministerium Tino Sorge wettert gegen Bundeskanzler Friedrich Merz (beide CDU).Dass der Kanzler die Entscheidung anstelle eines persönlichen Gesprächs mit ihm zuerst in Parteigremien und vor…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert