Grüne Jugend fordert Beteiligung an Regierungsbildung in Baden-Württemberg und schließt Boris Palmer aus

Die Grüne Jugend fordert, bei der anstehenden Regierungsbildung in Baden-Württemberg beteiligt zu werden.

Dem „Stern“ sagte ihr Vorsitzender Luis Bobga, es sei gute Praxis, „im Wahlkampf alles zuzuspitzen auf Cem“, nun müsse man aber zusehen, „dass die Grüne Jugend mit in den Verhandlungen dabei ist“. Es müsse eine grüne Landesregierung werden „und nicht eine, die allein Cem Özdemir dient“.

Bobga verwies zur Begründung auf den Einsatz der Nachwuchsorganisation im Wahlkampf. „Dass dieses Wahlergebnis so gut ist, ist auch Anteil der Grünen Jugend vor Ort, die Tag und Nacht unterwegs war“, sagte der 23-Jährige.

Mit Blick auf den Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer bekräftigte Bobga die Erwartung, dass dieser „keine Rolle in der künftigen Landesregierung spielen“ werde. Palmer sei „aus guten Gründen“ kein Parteimitglied mehr. Für die Breite der Partei sei klar, „dass Boris Palmer keinen Ministerposten oder eine Beraterfunktion bekommen wird in Cems Landesregierung“, sagte Bobga.

Zu Medienberichten, Palmer sei am Sonntagabend von Mitgliedern der Grünen Jugend bedrängt worden, die Wahlparty der Grünen in Stuttgart zu verlassen, erklärte Bobga, er kenne den Vorfall nicht. Zugleich äußerte er Verständnis dafür, „dass Boris Palmer nicht erwünscht ist auf grünen Wahlpartys“. Palmer habe „in den letzten Jahren immer wieder gezeigt, dass er verspielt hat, dass er Teil der grünen Familie ist, und aus guten Gründen sollte er an solchen Abenden sich nicht mit auf der Wahlparty freuen“.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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