Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland haben sich in der Umfrage vom April 2026 weiter verschlechtert. Sie liegen mit -17,2 Zählern um 16,7 Punkte unter dem Vormonatswert, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mitteilte.
Die Einschätzung der aktuellen konjunkturellen Lage erfährt ebenfalls einen Rückgang. Der Lageindikator für Deutschland liegt mit -73,7 Punkten um 10,8 Punkte unter dem Vormonatswert.
„Die Erwartungen fallen ins Negative“, sagte ZEW-Präsident Achim Wambach. „Die wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs für die deutsche Konjunktur gehen weit über den Anstieg der Preise hinaus: Die Sorge vor einer längerfristigen Verknappung des Energieangebots hemmt Investitionen und schwächt die Wirkung staatlicher Impulse.“
Die Erwartungen über die Industriebranchen stehen weiterhin unter dem Eindruck des Iran-Krieges. Während die Automobilbranche weitgehend stabil bleibt (Saldo bei -44,2 Punkten), verschlechtern sich die Aussichten für die Chemie- und Pharmaindustrie (-11 Punkte gegenüber März) und Stahl- und Metallproduktion (-21 Punkte gegenüber März) stark. Die Erwartungen für die Baubranche rutschen mit -3,8 Punkten ins Negative.
Auch die Erwartungen für die Eurozone verzeichnen im April einen starken Rückgang. Der Index liegt um 11,9 Punkte niedriger als noch im März bei einem Saldo von -20,4 Punkten. Die Bewertung der Lage verschlechtert sich. Diese liegt mit -43 Punkten um 13,1 Punkte unter dem Vormonatswert.
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