ADV fordert „Tankrabatt für Airlines“ bei steigenden Kerosinpreisen

Der Flughafen-Verband ADV drängt die Bundesregierung angesichts des stark gestiegenen Öl-Preises und der wachsenden Sorgen um die Kerosin-Versorgung zum Eingreifen. „Wir fordern einen `Tankrabatt für den Luftverkehr` in Form einer temporären Aussetzung der Luftverkehrsteuer, um Streckenstreichungen zu vermeiden“, sagte der Hauptgeschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV), Ralph Beisel, dem Nachrichtenmagazin Focus.

Mit Blick auf die Ergebnisse des Kerosin-Gipfels am Montag im Bundeswirtschaftsministerium zeigte sich Beisel zurückhaltend. Die Bundesregierung habe mit dem Treffen von Vertretern der Energie- und Luftverkehrswirtschaft einen „wichtigen ersten Schritt unternommen“. Es fehlten aber noch „konkrete Unterstützungsmaßnahmen“ für Airlines und Flughäfen. Er erwarte, „dass die Bundesregierung hier zügig handelt“, sagte Beisel dem Magazin.

Die Lufthansa will wegen der hohen Kerosin-Preise bis Oktober 20.000 Kurzstreckenflüge streichen, teilte die Airline am Mittwoch mit. Damit würden 40.000 Tonnen Kerosin eingespart. Seit Beginn des Iran-Krieges hat sich der Kerosin-Preis verdoppelt. Das bringt viele Fluggesellschaften in die Bredouille.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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