Bundesregierung schiebt 25 afghanische Straftäter nach Kabul ab

Die Bundesregierung hat nach „Spiegel“-Informationen in der Nacht auf Dienstag erneut eine größere Gruppe von Straftätern aus Afghanistan in ihre Heimat abgeschoben. Nach Mitternacht startete demnach ein Charterflieger von Leipzig aus, an Bord waren rund 25 Afghanen.

Die Maschine fliegt nach einem kurzen Zwischenstopp im türkischen Trabzon direkt nach Kabul, wo die abgeschobenen Afghanen am Dienstagvormittag an die Taliban übergeben werden sollen. Die mitreisenden Bundespolizisten sollen dann mit derselben Maschine wieder nach Deutschland zurückreisen.

Nach „Spiegel“-Information handelt es sich bei den abgeschobenen Afghanen ausschließlich um männliche Straftäter. Ein Großteil wurde direkt aus der Haft zum Airport Leipzig/Halle gebracht. Die Männer saßen wegen verschiedener Delikte ein, darunter Diebstahl, Hehlerei, Drogenhandel, Gruppenvergewaltigung, Totschlag, Geiselnahme, erpresserischer Menschenraub und politisch motivierte Kriminalität.

Nach „Spiegel“-Informationen stammen die Abschiebekandidaten aus Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Berlin, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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