Dax rutscht ins Minus: Ölpreis sinkt stark, Gold legt zu – Marktanalyse zu Nahost und Quartalszahlen

Der Dax ist am Donnerstag nach einem positiven Start in den Handelstag bis zum Mittag ins Minus gerutscht. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.875 Punkten berechnet, 0,2 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag.

Am unteren Ende der Kursliste fanden sich die Aktien der Hannover Rück, von Siemens Healthineers und von Daimler Truck wieder. Zulegen konnten dagegen unter anderem die Papiere von Henkel, Infineon und Continental.

„Noch sehen die Anleger die aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten nicht als Freifahrtschein für den Dax, um wieder die alten Rekordniveaus erreichen zu können“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. „Zu viel Porzellan wurde zerschlagen und die Auswirkungen auf die Konjunktur sind vollkommen offen.“

Noch hätten die Unternehmen einen Großteil der bisherigen Energiepreisanstiege weggedrückt und nicht direkt an die Konsumenten weitergereicht. „Doch diese Entwicklung dürfte sich in den kommenden Monaten mit fortwährendem Verweilen der Ölpreise auf dem hohen Preisniveau abschwächen. Es gibt bereits einige erkennbare Auswirkungen, zum Beispiel im Flugverkehr, und weitere Zweitrundeneffekte könnten folgen.“

„Im Dax 40 haben heute die drei Konzerne Henkel, Vonovia und Siemens Healthineers eher durchwachsene Quartalszahlen vorgelegt. Diese Bilanz spiegelt die insgesamte Gemengelage der Berichtssaison bei den deutschen Konzernen gut wider“, so Lipkow.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Donnerstagnachmittag etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1764 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8501 Euro zu haben.

Der Goldpreis konnte deutlich profitieren, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 4.743 US-Dollar gezahlt (+1,1 Prozent). Das entspricht einem Preis von 129,62 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis sank unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Donnerstagnachmittag gegen 12 Uhr deutscher Zeit 98,33 US-Dollar, das waren 1154 Cent oder 10,5 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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