Der SPD-Politiker Ralf Stegner nimmt den Kandidaten für den FDP-Vorsitz, Wolfgang Kubicki, gegen den Vorwurf in Schutz, er wolle aus der Partei eine zweite AfD machen.
Kubicki sei kein Rechtspopulist, aber er spiele den Rechtspopulisten, sagte Stegner der „Süddeutschen Zeitung“. Kubicki biege manchmal zwar falsch ab, sei aber ein fester Anhänger des Rechtsstaats. Einen Rechtspopulisten zu spielen, verursache einen Schaden, der Nutzen könnte aber überwiegen, so Stegner. Gäbe es mehr Politiker mit der Leidenschaft von Kubicki in anderen Parteien, wäre die AfD vielleicht etwas kleiner.
Wählt die FDP Kubicki kommende Woche zum Vorsitzenden, glaubt Stegner an ein Comeback der Liberalen. Kubicki habe der FDP in Schleswig-Holstein immer zwei, drei Prozentpunkte zusätzlich gebracht. Stegner traut Kubicki diesem Effekt auch bundesweit zu. „Die brauchen ja nicht viel, um über die Fünf-Prozent-Hürde zu kommen.“
Foto: via dts Nachrichtenagentur

