Wadephul fordert neue Lastenteilung in der Nato und stärkere Unterstützung für die Ukraine

Vor seiner Abreise zum Nato-Außenministertreffen in Helsingborg hat Außenminister Johann Wadephul (CDU) für eine andere Lastenteilung im Verteidigungsbündnis geworben.

„So wie die europäischen Fähigkeiten steigen, müssen sich die Aufgaben im Bündnis auch verschieben. Unser Ziel ist eine neue Lastenverteilung, die Deutschlands und Europas wirtschaftlichem und militärischem Potenzial entspricht“, sagte er am Donnerstag.

Gleichzeitig gehe es darum, innerhalb der europäischen Säule der Nato die Prioritäten zu setzen, die der Sicherheit in Europa am meisten dienten. „Den größten Beitrag zur europäischen Sicherheit außerhalb des Bündnisses erbringt seit mehr als vier Jahren die Ukraine in ihrem heldenhaften Verteidigungskampf gegen Russlands Angriffskrieg“, sagte der Bundesaußenminister. „Wie wir die Ukraine bei der Verteidigung der Freiheit in Europa weiter kraftvoll unterstützen und wie wir im Gegenzug auch von den beeindruckenden Errungenschaften der ukrainischen Rüstungsindustrie profitieren können, dazu will ich in Schweden konkrete Vorschläge machen.“

In Helsingborg werde es auch um die Situation im Nahen Osten gehen. „Unsere Anstrengungen, gemeinsam mit den Ländern der Region, gelten der freien, sicheren und gebührenfreien Durchfahrt aller Schiffe und damit der Versorgungssicherheit von Menschen weltweit“, sagte der CDU-Politiker. „Deutschland ist deswegen neben über 30 weiteren Staaten dazu bereit, sich aktiv an internationalen Bemühungen zur Sicherung der Straße von Hormus einzubringen.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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