Reallöhne in Deutschland steigen im ersten Quartal 2026 um 1,8 Prozent

Die Reallöhne in Deutschland sind im 1. Quartal 2026 um 1,8 Prozent höher gewesen als im Vorjahresquartal. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag mitteilte, stiegen die Nominallöhne um 4,1 Prozent, während die Verbraucherpreise im selben Zeitraum um 2,2 Prozent zulegten.

Überdurchschnittliche Steigerungen der Nominallöhne waren im 1. Quartal 2026 in den Wirtschaftsabschnitten Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden (+6,9 Prozent), Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (+6,5 Prozent) und Energieversorgung (+5,9 Prozent) festzustellen. Demgegenüber fiel der Nominallohnzuwachs in den Wirtschaftsabschnitten Erziehung und Unterricht (+3,5 Prozent), Baugewerbe (+2,9 Prozent) und Öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung (+0,1 Prozent) vergleichsweise gering aus.

Betrachtet man die Vollzeitbeschäftigten nach ihrer Verdienstgrößenklasse, hatte das Fünftel mit den geringsten Verdiensten (1. Quintil) im 1. Quartal 2026 mit einem durchschnittlichen Nominallohnwachstum von 7,0 Prozent erneut die stärksten Verdienststeigerungen im Vergleich zum Vorjahresquartal.

Die Verdienste der Vollzeitkräfte insgesamt stiegen um 4,3 Prozent und damit etwas stärker als die Nominallöhne in der Gesamtwirtschaft. Für das oberste Fünftel mit den höchsten Verdiensten unter den Vollzeitbeschäftigten (5. Quintil) lag der Nominallohnanstieg mit +3,5 Prozent unter der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.

Auszubildende wiesen im 1. Quartal 2026 mit +6,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal ein überdurchschnittliches Nominallohnwachstum auf. Der Hauptgrund dafür ist die Erhöhung der Mindestausbildungsvergütung zum 1. Januar 2026. Auch geringfügig Beschäftigte verzeichneten einen überdurchschnittlichen Anstieg von 4,4 Prozent. Dies ist vor allem auf die zum 1. Januar 2026 erfolgte Anhebung des Mindestlohns von 12,82 Euro auf 13,90 Euro brutto pro Stunde und die damit verbundene Erhöhung der Minijob-Verdienstgrenze von 556 Euro auf 603 Euro zurückzuführen.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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