Putin lehnt Selenskyjs Friedensgesprächsangebot ab und fordert langfristige Lösungen

Russlands Präsident Wladimir Putin hat den Vorschlag des ukrainischen Staatschefs Wolodymyr Selenskyj für ein Treffen zu Friedensgesprächen zurückgewiesen.

Nachdem Putin sich in seiner Rede beim St. Petersburger Wirtschaftsforum zu dem offenen Brief aus Kiew nicht geäußert hatte, sagte er bei einer Diskussion im Anschluss, er habe den Brief am Vortag gesehen, aber keine Gelegenheit gehabt, ihn im Detail zu betrachten. Am Freitagmorgen habe er einen „flüchtigen Blick“ darauf geworfen und einige Elemente beachtet. Selenskyj habe sein Alter erwähnt, aber das Wichtigste sei, seine Arbeit richtig zu machen.

Er selbst habe nie ein Treffen abgelehnt, sehe jedoch bisher „keinen Sinn“ darin, sich nur um des Treffens willen zu treffen. Notwendig seien „langfristige“ Vereinbarungen und Abmachungen, nicht nur für sechs Monate oder ein Jahr. Zunächst müsse eine Lösung gefunden werden, was der Kern der Sache sei.

Putin nannte Selenskyj während des gesamten Gesprächs nicht beim Namen, sondern „den Verfasser dieses Briefes“. Er verstehe nicht, warum die Ukraine nicht wolle, dass die US-Regierung von Donald Trump als „Garant für Friedensgespräche“ fungiere. Er sei „dankbar“ gegenüber Trump, aber es gebe noch Arbeit zu tun. Es sei falsch gewesen, dass die Ukraine die Gespräche öffentlich gemacht habe. Selenskyj hatte in seinem offenen Brief Putin herausgefordert und ein persönliches Treffen vorgeschlagen.

Derweil werden sich der französische Präsident Emmanuel Macron, Bundeskanzler Friedrich Merz und der britische Premierminister Keir Starmer am Sonntag in London mit Selenskyj treffen. Das teilte der Élysée-Palast am Freitag mit. Ziel des Treffens sei es, die „enge Koordination“ zur Unterstützung der Ukraine fortzusetzen und den Druck auf Russlands Kriegsanstrengungen zu erhöhen.

In der Erklärung des Élysée-Palasts hieß es weiter, dass Russland militärisch, wirtschaftlich und strategisch scheitere und an den Frontlinien in einem tödlichen Krieg erfolglos bleibe.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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