Ifo-Präsident: Betriebsrenten-Pflicht könnte Arbeitgeber zusätzlich belasten

Ifo-Präsident Clemens Fuest hat den Vorschlag des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) für eine verpflichtende Betriebsrente grundsätzlich begrüßt, zugleich aber vor zusätzlichen Belastungen für die Unternehmen gewarnt.

Der Vorschlag, die Betriebsrenten zu stärken, sei grundsätzlich sinnvoll, sagte der Präsident des Münchner Ifo-Instituts dem „Handelsblatt“. Die umlagefinanzierte Rentenversicherung werde künftig wegen des demografischen Wandels langsamer steigen müssen als die Löhne. Problematisch sei allerdings, von den Arbeitgebern zu verlangen, diese Renten anteilig zu finanzieren. Denn letztlich seien auch Beiträge zur betrieblichen Altersvorsorge Lohnkosten. Die Spielräume für weiter steigende Lohnkosten in Deutschland seien jedoch angesichts der schwachen Wirtschaftslage begrenzt.

Der DGB hatte eine verpflichtende Betriebsrente für alle Beschäftigten vorgeschlagen. DGB-Chefin Yasmin Fahimi hatte erklärt, eine solche Alterssicherung müsse zusätzlich zur gesetzlichen Rente kommen und von den Arbeitgebern mindestens mitfinanziert werden. Nach ihren Angaben haben rund 20 Millionen Beschäftigte in Deutschland keine betriebliche Altersvorsorge.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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