Fußball-WM 2026: Deutsche Wirtschaft profitiert kaum – Umfrage zeigt gedämpften Konsum

Die deutsche Wirtschaft dürfte von der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 kaum profitieren. Das geht aus einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Yougov für das „Handelsblatt“ hervor.

Demnach planen 71 Prozent der Deutschen keine zusätzlichen Ausgaben zur WM. Zwei Prozent machten keine Angabe. Bei den 27 Prozent der Befragten, die zusätzlichen Konsum zur WM planen, sind die Kategorien Snacks, Grillgut und alkoholische Getränke am gefragtesten. Kaum Ausgaben werden für Reisen im Zusammenhang mit der WM, Sportartikel oder Veranstaltungen wie Public Viewing geplant.

Der WM-Effekt sei „gedämpft“, sagte Sascha Schmidt, Direktor des Center for Sports and Management an der WHU Otto Beisheim School of Management, dem „Handelsblatt“. Wegen der Zeitverschiebung und der teils nächtlichen Anstoßzeiten dürfte das Turnier in Deutschland weniger Breitenwirkung entfalten als eines in Europa. Schmidt rechnet eher mit einem Stimmungsimpuls als mit einem echten Wachstumsschub. Wichtigster Konjunkturindikator sei das Abschneiden der deutschen Mannschaft: Je weiter Deutschland komme, desto stärker stiegen Einschaltquoten, Trikotverkäufe und Gastronomieumsätze.

Für die Befragung wurden im Zeitraum zwischen dem 1. und 3. Juni 2026 insgesamt 2.017 Personen befragt.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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