Größte Strukturreform im Auswärtigen Amt: Tausende Mitarbeiter bekommen neue E-Mail-Adressen und Büros

Fast alle der rund 3.000 Mitarbeiter des Auswärtigen Amts sollen eine neue E-Mail-Adresse erhalten. Das berichtet der „Spiegel“.

Das Auswärtige Amt steht demnach vor einem großen internen Umbau. Die von Minister Johann Wadephul (CDU) angestoßene neue Organisationsstruktur des Hauses sieht vor, dass alle Arbeitseinheiten in der Zentrale umbenannt werden. Im Herbst müssen dann jene, deren Referate in andere Abteilungen wandern, ihre Büros wechseln.

Ganze Abteilungen sollen aufgelöst, fusioniert oder neu zugeschnitten werden. Nach Angaben des Auswärtigen Amts fallen vier Unterabteilungen und neun Referate weg. Der Politische Direktor des Hauses verliert wichtige Länderzuständigkeiten. So wandert das USA/Kanada-Referat in die neue Amerika-Abteilung, in der erstmals Nord- und Lateinamerika vereint sind. Die Zuständigkeit für Russland und die Ukraine erhält die Europaabteilung.

Erfahrene Diplomaten deuten die neu zugeschnittene Rolle des Politischen Direktors als Schwächung dieses Postens. Aus dem Amt heißt es hingegen, der Politische Direktor habe „bei der Steuerung aller sicherheitspolitischen Themen die zentrale Rolle auf Ebene der Abteilungsleiter“. Derzeit hat der Diplomat Dominik Mutter das Amt inne.

Maßgeblich vorangetrieben wird die Reform laut „Spiegel“ von den beiden beamteten Staatssekretären Géza Andreas von Geyr und Bernhard Kotsch. Ihr Plan sorgt mitunter für Ärger. Im Haus wird der Vorwurf laut, Geyr und Kotsch hätten nach ihrer Diplomatenausbildung rund 20 Jahre lang nicht in der Zentrale gedient, deshalb würden sie einige Arbeitsabläufe nicht verstehen.

Das Ministerium spricht von der größten Strukturreform im Auswärtigen Amt seit Langem. „Veränderungen in Europa und in der Welt erfordern eine veränderte Arbeitsweise des Auswärtigen Dienstes“, heißt es.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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