Innenminister wollen nationale Reserve für schnelle Reparaturen an Stromnetzen aufbauen

Die Innenminister der Länder wollen wegen immer mehr Attacken auf die kritische Infrastruktur in Deutschland eine „Nationale Reserve Bau- und Reparaturstoffe“ vor allem für die Wiederherstellung von Stromnetzen auf den Weg bringen.

Das berichtet die „Rheinische Post“ unter Berufung auf eine Beschlussvorlage für die am Mittwoch beginnende Innenministerkonferenz (IMK) in Hamburg. Hintergrund ist demnach auch der Anschlag auf die Stromversorgung in Berlin im Januar, durch den Zehntausende Haushalte tagelang ohne Strom waren.

In der Vorlage heißt es, der Fall habe gezeigt, wie „einzelne Gruppen komplexe Abhängigkeiten und Verknüpfungen durch einen Ausfall der kritischen Infrastruktur empfindlich stören“ könnten. Nach dem Willen der IMK sollen in der Reserve vor allem wichtige Komponenten für das Stromnetz gelagert werden, darunter Leistungstransformatoren, Schaltanlagen, Spezialkabel und Schutztechnik.

Ziel sei es, Reparaturen im Ernstfall schnell zu ermöglichen und zugleich die Anfälligkeit von Lieferketten abzufedern. Zudem fordern die Länder bundesgesetzliche Sonderregeln, damit Schwer- und Sondertransporte im Krisenfall schneller genehmigt und beschädigte Großkomponenten zügig ersetzt werden können.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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