DAX auf Rekordniveau: Porsche und Merck führen Gewinner an – Experte warnt vor Strafzollrisiko

Der Dax hat am Donnerstag nach einem freundlichen Start in den Handelstag bis zum Mittag einen Teil seiner Gewinne wieder abgegeben – bleibt aber auf einem Rekordniveau. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.585 Punkten berechnet, 0,1 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag. An der Spitze der Kursliste rangierten Porsche, Merck und Brenntag, am Ende die Commerzbank, Siemens Energy und Rheinmetall.

„Die Skepsis vieler Marktteilnehmer in den vergangenen Handelstagen hat den Dax zu immer neuen Rekordständen getrieben“, sagte Marktexperte Andreas Lipkow. „Insbesondere die immer beliebteren passiven Investmentvehikel treiben die Hausse weiter an.“ Sie schauten nicht links oder rechts, sondern investierten die Kundengelder in den Finanzmärkten.

„Solange die Mittelzuflüsse anhalten, ist auch die Rallyebewegung intakt“, so Lipkow. Schwierig werde es nur werden, wenn die Strafzollthematik in die europäischen Finanzmärkte einschlage. „Die EWU-Vertreter gehen derzeit von einer gütigen Einigung mit den USA aus. Dass das auch ganz anders laufen kann, haben die letzten Handelsmonate seit Februar dieses Jahres gezeigt.“

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Donnerstagmittag etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1729 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8526 Euro zu haben.

Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 69,91 US-Dollar; das waren 28 Cent oder 0,4 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Nach Linken-Wahlsieg in Berlin: CSU drängt auf schnelles Bundesgesetz gegen Immobilien-Vergesellschaftungen

    Nach dem Wahlsieg der Linken in Berlin fordert die CSU eine schnelle Umsetzung des im Koalitionsausschuss vereinbarten Vorgehens gegen eine Vergesellschaftung großer privatwirtschaftlicher Wohnungsbestände. „Die Enteignungspläne der Linken treiben den…

    Forsa-Umfrage: 69 Prozent der Deutschen fordern staatlichen Preisdeckel für Benzin und Diesel – Zustimmung im Osten besonders hoch

    Eine Mehrheit der Deutschen fordert die Einführung eines staatlichen Preisdeckels für Benzin und Diesel. Die Zustimmung zur Begrenzung ist laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag des „Stern“ und des Senders RTL…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert