Niedersachsen erwägt Einstieg bei VW-Werk Osnabrück

Das Bundesland Niedersachsen prüft derzeit offenbar eine Beteiligung am VW-Werk in Osnabrück. Wie das Wirtschaftsmagazin Capital unter Berufung auf Beteiligte am Regierungssitz in Hannover berichtet, ist die Landesregierung grundsätzlich bereit, mit einem Einstieg in die Fabrik den Umbau von der Auto- zur Rüstungsproduktion in Osnabrück zu stützen.

In der Landesregierung wird eine solche Konstellation demnach auch als Modell für weitere VW-Werke gesehen, deren Zukunft derzeit in der Diskussion ist. Bei Verantwortlichen in der Landesregierung wird laut des Berichts auf das Beispiel der Meyer-Werft im niedersächsischen Papenburg verwiesen. Land und Bund hatten sich Ende 2024 mit jeweils 40 Prozent am Stammsitz der Großwerft beteiligt, um den Standort zu retten.

In Osnabrück ist im Sommer 2027 das Ende der Fahrzeugproduktion nach 126 Jahren geplant. Derzeit befindet sich der Autokonzern in Gesprächen mit dem israelischen Staatskonzern Rafael über das Werk. Die Israelis könnten in Osnabrück Teile eines für die Bundeswehr bestimmten Flugabwehrsystems fertigen. In der VW-Spitze werden die Gespräche mit Rafael laut Capital als „fortgeschritten“ bezeichnet. Wie das Magazin weiter berichtet, besteht VW darauf, sich auf einen Anteil unter 50 Prozent an der Fabrik zurückzuziehen, zeigt sich aber offen dafür, als Minderheitseigner dabei zu bleiben.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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