Iran-Konflikt: Bundesinnenministerium prüft Hinweise auf mögliche Anschlagsvorbereitungen

Die deutschen Sicherheitsbehörden prüfen angesichts des Iran-Konflikts Hinweise auf mögliche Anschlagsvorbereitungen in Deutschland.

Das berichtet das „Handelsblatt“ unter Berufung auf einen Sprecher des Bundesinnenministeriums. Die Bundessicherheitsbehörden beobachteten die Entwicklungen im Zusammenhang mit der Lage im Nahen und Mittleren Osten weiterhin sehr genau und gingen verschiedenen Hinweisen zu mutmaßlichen Ausspähungen oder Vorbereitungen zu möglichen Anschlägen nach, sagte der Sprecher.

Die Behörden stünden dabei in engem Austausch mit den Ländern und internationalen Partnern, um die Gefährdungslage fortlaufend zu bewerten. Die erneute Eskalation des Konflikts zwischen den USA und dem Iran habe nach derzeitiger Einschätzung allerdings keine Verschärfung der ohnehin hohen Gefährdungslage in Deutschland zur Folge.

Hintergrund ist die Veröffentlichung einer iranischen „Vergeltungsliste“, auf der auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zu sehen ist. Die Veröffentlichung und die darin enthaltenen Drohungen habe man zur Kenntnis genommen, sagte der Ministeriumssprecher. Die Schutzmaßnahmen des Bundeskriminalamts würden kontinuierlich überprüft und bei Bedarf einzelfall- und lagebezogen angepasst.

Das Innenministerium verweist zugleich auf das asymmetrische Vorgehen Teherans. Dazu gehörten nachrichtendienstliche Ausspäh- und Einschüchterungsmaßnahmen gegen Regimegegner im Ausland sowie die Mobilisierung bekannter Unterstützer Irans. Als Teil der sogenannten Achse des Widerstandes nennt das Ministerium die libanesische Schiitenmiliz Hisbollah, die palästinensische Terrororganisation Hamas und die jemenitischen Huthi-Rebellen.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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