Dax schließt schwächer: KI-Werte unter Druck, Inflationssorgen belasten

Zum Wochenausklang hat der Dax nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 24.830 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,3 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss.

„Der Verkaufsdruck bei den KI- und Halbleiterwerten hält an“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. „Das chinesische Unternehmen Alibaba hat angekündigt, eine leistungsstarke Anwendung namens Moonshot AI zu lancieren und damit in Konkurrenz zu den Bezahlmodellen der US-Anbieter zu treten. Das verstärkt die Angst vor einem Ende des Bullenmarktes im Halbleitersektor. Wie sich der Schritt tatsächlich auswirken wird, muss sich aber erst zeigen. Die Nervosität aber bleibt hoch.“

„Die US-Exportpreise sind zwar mit 0,6 Prozent stärker gefallen als erwartet, dagegen haben sich die Importpreise mit einem Anstieg von 0,3 Prozent den erwarteten Rückgang von 0,7 Prozent nicht getroffen. Insbesondere die gestiegenen Rohstoffpreise dürften für den Anstieg verantwortlich sein und unterstützen die Rufe einiger US-Notenbanker nach einer präventiven Zinserhöhung.“

„Für Europa liefen die Verbraucherpreise zwar im Rahmen der Erwartungen über die Ticker, liegen jedoch mit einem Plus von 2,8 Prozent deutlich über dem EZB-Inflationsziel von zwei Prozent. Vor dem Wochenende dürfte im Dax die Tendenz zu Gewinnmitnahmen anhalten und so den Index weiter unter der 25.000er-Marke halten“, sagte Lipkow.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagnachmittag etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1442 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8740 Euro zu haben.

Der Goldpreis konnte deutlich profitieren, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 4.016 US-Dollar gezahlt (+1 Prozent). Das entspricht einem Preis von 112,85 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis stieg unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 86,33 US-Dollar, das waren 2,5 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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