Studie zu Kündigungskosten: Sieben Maßnahmen könnten Kosten in Deutschland von Faktor 2,5 auf 1,27 senken

Mit mehreren gezielten Maßnahmen ließen sich die Kosten je Kündigung in Deutschland laut einer Studie von rund dem Zweieinhalbfachen auf den Faktor 1,27 des Jahresgehalts senken. Die Untersuchung des französischen Ökonomen Yann Coatanlem, die im Herbst beim Ifo-Institut erscheint und über die das „Handelsblatt“ berichtet, enthält sieben Vorschläge.

Unter anderem soll die Einkommensschwelle für erleichterte Kündigungen von 177.000 Euro auf 101.400 Euro Jahresgehalt gesenkt werden. Das würde rund zehn Prozent der Vollzeitbeschäftigten erfassen statt der bisher geplanten zwei Prozent. Zudem schlägt Coatanlem vor, dass Unternehmen statt Einzelfallkonsultationen mit dem Betriebsrat künftig eine Vorabmitteilung nutzen können, die ganze Gruppen umfasst.

Um Frühverrentung zu bremsen, soll außerdem der monatliche Rentenzuschlag für langjährige Topverdiener von 0,5 auf 0,7 Prozent steigen. Bereits drei der sieben Maßnahmen könnten die Kosten maßgeblich senken, so die Studie.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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