BDEW sieht keine Gefahr für Stromversorgung in Deutschland trotz Niedrigwasser

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) sieht trotz Trockenheit und Niedrigwasser keine Gefährdung der Stromversorgung in Deutschland. „Wir sehen im Moment keine Belastung, was die Knappheitsfrage oder die Versorgungsfrage angeht in Deutschland“, sagte BDEW-Hauptgeschäftsführerin Kerstin Andreae den Sendern RTL und ntv am Dienstag. „Wir sind sehr divers aufgestellt.“

Angesichts eines erneuerbaren Anteils im deutschen Strommix von fast 60 Prozent und zusätzlicher Kapazitäten, wie etwa aus Kohlekraftwerken, könne man „im Moment sehr sicher sein, dass wir die Stromversorgung gewährleisten können“, so Andreae weiter. „Im Moment exportieren wir Strom. Also insofern sind wir eigentlich innerhalb von Europa gerade auch ein Stabilitätsanker.“ Gleichzeitig verwies Andreae auf den europäischen Stromverbund. „Und deswegen gucken wir natürlich auch sehr genau darauf, wie sich die Situation in den betroffenen Ländern entwickelt.“

Mit Blick auf die Preise sehe man bislang keine Reaktion der Märkte. „Bezogen auf die Preise sehen wir, dass die Märkte noch nicht reagieren. Das heißt, es ist ein gutes Signal, um erstmal keine Sorge vor Knappheitsthemen zu haben.“ Auch ein Preisanstieg für Verbraucher sei wegen langfristiger Verträge erstmal nicht zu erwarten, erklärte sie. „Das heißt von kurzfristigen Preiseffekten sind die Menschen dann gar nicht betroffen.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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