Ministerien nutzen Künstliche Intelligenz nach eigenen Angaben nur als Unterstützung

Die Bundesministerien setzen Künstliche Intelligenz (KI) nach eigenen Angaben bei der Erstellung von Reden, Gastbeiträgen und anderen Texten bislang nur unterstützend ein. Das geht aus einer Umfrage des „Handelsblatts“ unter den Ressorts hervor. Demnach wird KI vor allem für Recherchen, sprachliche Überarbeitungen oder Zusammenfassungen genutzt. Vollständig oder überwiegend von KI verfasste Texte lehnen die Ministerien nach eigener Darstellung ab.

Das Bundesinnenministerium hält den Einsatz von KI grundsätzlich für „sehr sinnvoll und produktiv“. Das gelte „für die Wirtschaft, für Privatpersonen und selbstverständlich für eine moderne Verwaltung und für die Politik“. Im Ministerium selbst würden KI-Anwendungen „in Einzelfällen“ für Recherchen genutzt. Im Arbeitsministerium bleibe das Verfassen von Reden und Texten „ein Prozess menschlicher Intelligenz, der lediglich punktuell durch Künstliche Intelligenz unterstützt wird“. Die Ergebnisse würden „stets kritisch hinterfragt“ und „nie ganze KI-generierte Textblöcke übernommen“.

Das Bauministerium betonte, KI spiele bei Reden und Gastbeiträgen lediglich eine „untergeordnete Rolle“. Es gebe im Ministerium „keine Texte, die überwiegend oder fast vollständig von KI verfasst wurden“. Das Umweltministerium teilte mit, Beschäftigte könnten ein hausinternes KI-Assistenzsystem unter anderem für Textzusammenfassungen, Formulierungen und sprachliche Überarbeitungen nutzen. „Der Einsatz von KI kann ein sinnvolles Unterstützungstool sein“, sagte eine Sprecherin. „Bisher wurden keine vollständig oder in überwiegenden Teilen von der KI verfassten Texte des Bundesministers veröffentlicht.“

Auch das Verkehrsministerium nutzt KI nach eigenen Angaben lediglich als Arbeitsmittel, etwa für sprachliche Inspiration oder zur Vereinfachung vorhandener Inhalte. Das Justizministerium erklärte, KI sei bei Reden von Ministerin Stefanie Hubig (SPD) „zur Unterstützung bei der Bearbeitung bereits erstellter Entwürfe verwendet“ worden.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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