Dax fällt um 0,8 Prozent – Geopolitische Risiken und steigende Ölpreise belasten Aktienmarkt

Am Dienstag hat der Dax nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 26.128 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,8 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem schwachen Start baute der Dax am Nachmittag seine Verluste aus.

„Nach der Rekordjagd kehrt die Erkenntnis zurück, dass geopolitische Risiken jederzeit wieder zum dominierenden Marktthema werden können“, kommentierte Timo Emden, Chefmarktanalyst von Cap Trader. „Zwischen Nahostrisiken und Inflationssorgen ringt der Markt um eine klare Orientierung. Auch wenn sich die Börse an das permanente Krisenrauschen aus Drohkulisse und Diplomatie gewöhnt hat, sind die jüngsten Ölpreisspitzen Anlegern ein Dorn im Auge. Diese nähren die Sorge, dass die Teuerung erneut an Schwung gewinnen und den Notenbanken zusätzlichen Handlungsdruck bescheren könnte“, so Emden. „Die Konstellation im Nahen Osten ist und bleibt der entscheidende Risikofaktor für die Märkte.“

Bis kurz vor Handelsschluss standen die Papiere von SAP, Bayer und Telekom an der Spitze der Kursliste. Das Schlusslicht bildeten die Aktien von Siemens Energy und Infineon.

Unterdessen stieg der Gaspreis: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im September kostete 64 Euro und damit drei Prozent mehr als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund 11 bis 13 Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.

Der Ölpreis stieg ebenfalls: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Dienstagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 91,48 US-Dollar, das waren 61 Cent oder 0,7 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagnachmittag kaum verändert: Ein Euro kostete 1,1578 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8637 Euro zu haben.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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