Dax schwächer: Ölpreise und Nahost-Konflikt belasten deutsche Börse

Der Dax ist am Montag nach einem bereits verhaltenen Start bis zum Mittag weiter im roten Bereich geblieben. Gegen 12:30 Uhr wurde der deutsche Leitindex mit 25.965 Punkten berechnet, ein Minus von 0,3 Prozent im Vergleich zum Schlussniveau des vorherigen Handelstags. An der Spitze der Kursliste rangierten Infineon, MTU und RWE, am Ende Qiagen, Vonovia und Fresenius.

„Zum Start in die neue Handelswoche an einem Montag, an dem die Wall Street geschlossen bleibt, will sich auch in Frankfurt kein Anleger zu weit aus dem Fenster lehnen und in den Markt einsteigen“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. Die Situation rund um den Nahen Osten verschlechtere sich zunehmend, als dass eine Besserung in Sicht sei. „Die anziehenden Ölpreise belasten insbesondere die deutschen Industrieunternehmen und beeinflussen das Konsumverhalten der Menschen in Europa negativ.“

Das sei keine einfache Situation, in der sich die deutsche Wirtschaft noch gut schlagen könne, so Lipkow. „Die jüngsten Indikationen signalisieren trotz aller Widrigkeiten eine Stabilisierung und kleinere Erholungstendenzen auf niedrigem Niveau. Heute sorgte jedoch die mit einem Rückgang von 1,1 Prozent schwächer als erwartete Industrieproduktion für Molltöne.“ Gesucht seien heute im Dax die wenigen Technologieunternehmen und Branchen mit klarem KI-Bezug wie Siemens Energy und Hochtief.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Montagmittag etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1625 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8602 Euro zu haben.

Der Ölpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 96,76 US-Dollar; das waren 48 Cent oder 0,5 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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