Bundeswehr: Wehrbeauftragter begrüßt Vorgehen gegen sexualisiertes Fehlverhalten

Der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages, Henning Otte, begrüßt das Vorgehen des Generalinspekteurs der Bundeswehr, Carsten Breuer, gegen sexualisiertes Fehlverhalten in der Truppe.

„Das Amt des Wehrbeauftragten verzeichnet eine steigende Zahl von Meldungen und Eingaben zu Verstößen gegen die sexuelle Selbstbestimmung“, sagte er der „Rheinischen Post“ (Mittwochsausgabe). Diese Entwicklung erfordere es, dass das Ministerium und die Kommandos dem konsequent begegnen müssten.

Angesichts der steigenden Zahlen im Hellfeld habe er den Bundesminister der Verteidigung bereits vor dem Sommer darauf hingewiesen, dass mit geeigneten Maßnahmen nicht abgewartet werden sollte, bis die von seiner Vorgängerin initiierte Dunkelfeldstudie die realen Zahlen ans Licht bringe.

„Sexualisiertes Fehlverhalten steht im klaren Widerspruch zu den grundlegenden Werten der Inneren Führung und muss konsequent geahndet werden“, so Otte. Jeder einzelne Fall sei einer zu viel. Die steigenden Zahlen müssten deshalb ein Auftrag an den Dienstherrn sein, noch genauer hinzuschauen und schnell und konsequent zu handeln. Die Bundeswehr verfüge über klare Regeln und Instrumente der Dienstaufsicht, mahnte Otte. Entscheidend sei, dass diese Regeln im Alltag gelebt und durchgesetzt würden.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Mindestens 54,55 Millionen Euro für die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten

    Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) erhält von 2027 bis 2030 jährlich mindestens 54,55 Millionen Euro. Das teilte die Landesregierung am Dienstag nach der Kabinettssitzung in Potsdam mit.…

    Umfrage: Mehrheit für CDU-Kooperation mit der Linken in Ostdeutschland

    Eine Mehrheit der Bundesbürger spricht sich dafür aus, dass die CDU künftig auch Absprachen mit der Linkspartei treffen sollte. In einer Umfrage von Forsa für die Sender RTL und ntv…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert