Leonardo verteidigt Satelliten-Joint-Venture gegen Monopol-Vorwürfe

Der Chef des italienischen Rüstungskonzerns Leonardo, Lorenzo Mariani, hält die Kooperation seines Unternehmens mit Thales und Airbus für unverzichtbar, wenn Europa im Raumfahrtsektor einen schlagkräftigen Anbieter aufbauen will. „Dieser Zusammenschluss ist der einzige Weg, um ein solides Unternehmen zu schaffen, das den Anforderungen der europäischen Länder gerecht wird, auf dem internationalen Markt wettbewerbsfähig ist und gleichzeitig die Lieferketten weiterentwickeln kann“, sagte Mariani dem „Handelsblatt“.

Das Joint Venture namens „Bromo“ laufe nicht „zwangsläufig“ auf die Schaffung eines Monopols hinaus: „Wir glauben, dass es in verschiedenen Bereichen weiterhin Alternativen zu unseren Lösungen geben wird.“ Außerdem sei eine Schwächung der kleineren Unternehmen der Branche nicht im Interesse der Kooperationspartner. Im Gegenteil: „Wir brauchen eine starke und widerstandsfähige Lieferkette, die es heute teils noch nicht gibt.“ Die Kooperation ziele auch darauf ab, diese zu schaffen.

Die Kooperationspartner befinden sich derzeit in Gesprächen mit der EU-Kommission, um die Details des Projekts auszuarbeiten. Der Vorschlag, den das Konsortium zeitnah bei der EU-Kartellrechtsbehörde zur Prüfung einreichen will, soll laut Mariani zu „minimalen Einschränkungen und minimalen strukturellen Maßnahmen“ führen. Das gewünschte Startdatum ist der 1. Januar 2028.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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