Tag der wohnungslosen Menschen: BAG Wohnungslosenhilfe kritisiert unzureichende politische Maßnahmen gegen Wohnungsnot

Anlässlich des bundesweiten Tags der wohnungslosen Menschen an diesem Freitag ruft die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Wohnungslosenhilfe die Politik zu einem entschlosseneren Handeln auf.

„Die bisherigen politischen Maßnahmen reichen nicht aus, um Wohnungsnot wirksam zu bekämpfen“, sagte Geschäftsführerin Sabine Bösing der „Rheinischen Post“. Wenn die Bundesregierung ihr Ziel erreichen wolle, Wohnungslosigkeit bis 2030 zu überwinden, brauche es mehr bezahlbaren und langfristig gebundenen sozialen Wohnraum, eine wirksame Begrenzung von Mietpreissteigerungen und einen besseren Kündigungsschutz, fügte Bösing hinzu.

Gleichzeitig müssten Präventions- und Hilfeangebote für Menschen in Wohnungsnot flächendeckend ausgebaut und der Nationale Aktionsplan gegen Wohnungslosigkeit konsequent umgesetzt werden, erklärte Bösing. Statt Kürzungen im sozialen Sicherungssystem brauche es eine Politik, die verhindere, dass Menschen ihre Wohnung überhaupt verlieren, sagte sie.

Die Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner (CSU), Mitglied im Bauausschuss, bezeichnete Wohnungslosigkeit als eine der drängendsten sozialen Herausforderungen unserer Gesellschaft. „Wir wollen für alle Menschen in unserem Land ein sicheres Zuhause ermöglichen, denn es stellt die Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben und gesellschaftliche Teilhabe dar. An diesem Ziel werden wir weiter intensiv arbeiten.“

Zugleich verteidigte Zeulner die Bemühungen der Regierung. Neben einer besseren Prävention vor dem Verlust der eigenen Wohnung und dem Ausbau niedrigschwelliger Hilfsangebote sei vor allem die Schaffung von mehr bezahlbarem Wohnraum entscheidend. Der Bund stelle den Ländern hierfür bis 2029 die Rekordsumme von 23,5 Milliarden Euro zur Verfügung, sagte sie.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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