CSU-Fraktionschef Holetschek: Bundespräsident Steinmeier sollte große Orientierung gebende Rede halten

Angesichts der von vielen Menschen empfundenen Verunsicherung fordert der Chef der CSU-Landtagsfraktion in Bayern, Klaus Holetschek, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zu einer „großen Rede“ auf.

„Der Bundespräsident sollte in meinen Augen die Chance ergreifen, eine große, dem Land Orientierung gebende Rede zu halten“, sagte Holetschek dem Nachrichtenportal „T-Online“. „Als Staatsoberhaupt hat er die Aufgabe, dem Volk zu sagen, vor welch großen Herausforderungen Deutschland gerade steht und wie sehr es nun auf jeden Einzelnen ankommt. Dass wir uns unterhaken müssen und uns nicht spalten lassen dürfen.“

Dafür wäre jetzt der richtige Zeitpunkt, so Holetschek. „Ich denke hierbei an die Ruck-Rede von Roman Herzog im Jahr 1997.“

Insgesamt erlebe Deutschland gerade eine Phase der generellen Verunsicherung, sagte der CSU-Politiker. Die Migrationspolitik sei dabei ein wichtiges Thema, aber nicht das einzige. „Es kommen Zukunftsängste hinzu, durch die globalen Entwicklungen, durch die steigenden Lebenshaltungskosten, wie beispielsweise die Spritpreise an der Zapfsäule und außerdem Fragen in der Gesundheits- und Sozialpolitik, die viele beschäftigen“, so Holetschek.

Diese Melange führe zu einem Verlust des Vertrauens in die Mitte und in staatliche Institutionen. „Das zurückzugewinnen, ist eine Aufgabe für uns alle in der Politik. Aber auch für die Vertreter dieser Institutionen, etwa den Bundespräsidenten“, sagte der Chef der CSU-Landtagsfraktion in Bayern.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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