Bayer, Condor, Hapag-Lloyd und DHL: Großunternehmen machen sich für Entwicklungshilfe stark

Mehrere große deutsche Unternehmen sprechen sich dafür aus, die Entwicklungskooperationen zu stärken.

„Internationale Zusammenarbeit schafft Vertrauen, eröffnet neue wirtschaftliche Chancen und stärkt längerfristige Partnerschaften“, heißt es in einem Appell, den unter anderem der Pharmakonzern Bayer, die Fluggesellschaft Condor sowie die Transportunternehmen Hapag-Lloyd und DHL unterzeichnet haben und über den das „Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe) berichtet. Auch der Außenhandelsverband BGA hat sich der Initiative angeschlossen, die von Entwicklungsministerin Alabali Radovan (SPD) als Bekenntnis „zur Stärkung der internationalen Zusammenarbeit“ angeschoben wurde.

Radovan argumentiert, dass die Entwicklungshilfe auch der eigenen Wirtschaft zugutekomme. „Abschottung schwächt Deutschland und gefährdet unseren Wohlstand“, sagte sie der Zeitung. „Wenn wir Arbeitsplätze und unsere Wettbewerbsfähigkeit sichern wollen, brauchen wir verlässliche Partner in der Welt. Wir wollen Beziehungen auf Augenhöhe, von denen beide Seiten profitieren“, so die Ministerin.

Hintergrund der Initiative sind Kürzungen der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. In den USA hat der Milliardär Elon Musk seine Rolle als Sonderberater im Weißen Haus genutzt, um die eigenständige Entwicklungsbehörde USAID zu zerschlagen. Die Unternehmen halten nun dagegen – und unterstreichen den wirtschaftlichen Nutzen von Entwicklungshilfe. „Deutschland lebt wie kaum ein anderes Land von seiner internationalen Zusammenarbeit“, schreiben sie in ihrem Appell. „Unsere Wirtschaft braucht weltweite Kontakte, neue Märkte und starke, verlässliche Partner.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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