Die Vorsitzende der IG Metall, Christiane Benner, wirft den Managern der Autoindustrie angesichts der Branchenkrise schwere Versäumnisse vor. „Die Managements waren einfach oft zu selbstzufrieden“, sagte Benner dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Von Managern erwarte sie, dass sie die Zukunft gestalten, so die Gewerkschaftschefin. „Es geht um die Rettung dieser Industrie und der Arbeitsplätze bei Herstellern, Zulieferern und Entwicklungsdienstleistern.“
Die IG Metall mobilisiert ihre Mitglieder am Montag bundesweit zum „Aktionstag Autoindustrie“. Die Gewerkschaft fordert von den Konzernen mehr Investitionen in Zukunftsgeschäfte und von der Politik unter anderem eine Ausweitung der Schutzzölle gegen China-Importe. „Europa sieht sich einer brachialen Dumpingkonkurrenz aus China gegenüber“, sagte Benner. „Wir kommen ohne politische Unterstützung nicht aus der Krise raus.“
Benner wird am Montag bei einer Kundgebung im Wolfsburger VW-Werk auftreten. Bei dem Konzern droht nach wie vor die Schließung von vier deutschen Werken. „Bei Volkswagen herrscht seit zwei Jahren permanente Verunsicherung“, sagte Benner dem RND. „Die Menschen haben verzichtet mit dem Versprechen, dafür Sicherheit zu bekommen. Das wurde gebrochen. Entsprechend geladen ist die Stimmung. Da ist große Wut.“
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