Udo Di Fabio über Bundespräsidentin: Ehemaliger Verfassungsrichter hält Frau in Bellevue nicht für notwendig

Der ehemalige Verfassungsrichter Udo Di Fabio, der für das Amt des Bundespräsidenten gehandelt wird, hält eine Frau in Bellevue nicht zwangsläufig für geboten.

„Eine Frau als Bundespräsidentin ist eine sympathische Vorstellung, doch ist es ein politischer Sachzwang?“, sagte Di Fabio dem Tagesspiegel. „Die meisten Menschen denken nicht in Gruppen- oder Geschlechterparitäten“, so Di Fabio. Wenn jemand aufgrund von Gruppenmerkmalen benachteiligt werde, müsse das Recht gewiss intervenieren.

Di Fabio verglich: „Anfang der 1970er wollten ein paar Aktivisten Quoten für Arbeiterkinder einführen, weil sie in Führungspositionen unterrepräsentiert waren. Das hat mich nicht überzeugt.“ Im Mittelpunkt der Verfassungsordnung stehe der einzelne Mensch mit seinen Fähigkeiten und Stärken, mit seiner Verletzlichkeit und seinen Schwächen, mit seiner Persönlichkeit.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    DWD: September in Deutschland zu warm, zu trocken und sehr sonnig

    Der September ist in Deutschland nach vorläufigen Auswertungen des Deutschen Wetterdienstes ungewöhnlich warm ausgefallen. Das teilte der DWD in Offenbach am Dienstag mit.Deutschlandweit lag die Mitteltemperatur bei 15,9 °C und…

    Rentenreform: Beamtenbund kritisiert Klingbeil-Vorstoß zur Einbeziehung von Beamten in die Rente scharf

    Der Deutsche Beamtenbund (dbb) weist den Vorstoß von SPD-Chef und Bundesfinanzminister Lars Klingbeil zur Einbeziehung von Beamten in die gesetzliche Rentenversicherung als „Unsinn“ zurück. „Unsinn wird durch ständige Wiederholungen nicht…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert