Stefanie Hubig fordert schärfere Kontrolle von Social Media gegen Radikalisierung Jugendlicher

Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) dringt angesichts des jüngsten Verfassungsschutzberichts, der besonders eine zunehmende Radikalisierung jüngerer Menschen beklagt, auf eine bessere Kontrolle der Sozialen Netzwerke.

„Ich finde es vor allem alarmierend, dass sich immer mehr junge Menschen radikalisieren“, sagte sie dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. „Da spielt Social Media eine wesentliche Rolle. Gerade auch deshalb braucht es eine klare Altersgrenze für Tiktok und andere Plattformen – und die muss auch durchgesetzt werden.“

Die SPD-Politikerin sagte weiter: „Bei der Verbreitung von strafrechtlich relevanten Inhalten enthält der Digital Services Act der EU klare Vorgaben. Diese gilt es durchzusetzen. Gerade beim Kinder- und Jugendschutz sehe ich noch Lücken. Es fehlt eine effektive Altersprüfung.“ Denn selbst legale Inhalte könnten für Kinder und Jugendliche „hochproblematisch“ sein. Man dürfe nicht zulassen, dass Zehn- oder Zwölfjährige am Smartphone radikalisiert und indoktriniert würden.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Potsdam wächst bis 2040 moderat auf über 200.000 Einwohner

    Die Landeshauptstadt Potsdam wird bis zum Jahr 2040 voraussichtlich um rund 12.300 Einwohner auf etwas mehr als 200.000 wachsen. Das entspricht einem moderaten Zuwachs von 6,6 Prozent, wie Oberbürgermeisterin Noosha…

    Designrecht wird modernisiert: Bundesregierung beschließt neues Gesetz

    Die Bundesregierung hat einen Gesetzentwurf zur Modernisierung des Designrechts beschlossen. Das Bundesjustizministerium teilte am Mittwoch mit, dass das Designrecht an den aktuellen Stand der Technik angepasst werden soll. Ziel sei…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert