Volkswagen kündigt zehn Tarifverträge: IG Metall kritisiert Einschnitte für Beschäftigte

Der Autobauer Volkswagen hat zum Ende dieses Jahres zahlreiche Tarifverträge gekündigt. Im tariflichen Überprüfungsgespräch habe die VW-Arbeitgeberseite die Kündigung zahlreicher, bestehender Tarifverträge überreicht, teilte die Gewerkschaft IG Metall am Mittwoch mit. Damit stelle Volkswagen zum Beispiel tarifliche Zulagen, Ausbildungsübernahmen sowie Schutzregelungen für ältere und gesundheitlich eingeschränkte Beschäftigte infrage.

Insgesamt sind es laut IG Metall zehn Tarifverträge, die die VW-Arbeitgeberseite kündigt. Darunter fallen der Entgelttarifvertrag und der Manteltarifvertrag, der Arbeitszeit und Mehrarbeit regelt. An diesem Mittwoch läuft die Frist zur Kündigung von Tarifverträgen zum 31. Dezember aus. Somit würden die Kündigungen bereits zum 1. Januar 2027 wirksam werden.

„Das ist ein übles Foul an der Belegschaft und erneut ein schamloser Versuch, in die Geldbeutel der Beschäftigten greifen zu wollen“, sagte IG-Metall-Verhandlungsführer Thorsten Gröger. Volkswagen versuche, die wirtschaftlichen Herausforderungen des Konzerns bei denen abzuladen, die das Unternehmen jeden Tag am Laufen hielten. „Während Gewinne privatisiert werden, sollen unternehmerische Kosten und Risiken nun auf die Belegschaft verlagert werden. Das werden wir nicht hinnehmen. Wer den Beschäftigten in die Tasche langen will, muss mit einer entsprechenden Auseinandersetzung rechnen“, so Gröger.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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