Dax bei 25.053 Punkten: Plus 1,0 Prozent, Zalando SAP und Heidelberg Materials vorn

Der Dax ist am Freitag nach einem bereits freundlichen Start in den Handelstag bis zum Mittag weiter im grünen Bereich geblieben. Gegen 12:40 Uhr wurde der Leitindex mit rund 25.037 Punkten berechnet. Dies entspricht einem Plus von 0,9 Prozent gegenüber dem vorherigen Handelstag.

An der Spitze der Kursliste rangierten am Mittag die Aktien von Zalando, SAP und Heidelberg Materials, am Ende die Papiere der Deutschen Telekom, von Rheinmetall und von BASF.

„Die Investoren scheinen sich wieder verstärkt auf deutsche Aktien zu konzentrieren, da sie die im internationalen Vergleich niedrigeren Renditen deutscher Staatsanleihen derzeit nicht als unmittelbare Gefahr für den Aktienmarkt betrachten. In Deutschland liegt die Umlaufrendite aktuell bei 3,47 Prozent und damit deutlich unter den Renditeniveaus in Großbritannien und den USA. Die Diskussion um steigende Anleiherenditen wird jedoch immer wieder durch die hohen Energiepreise und die daraus resultierenden Inflationsrisiken neu angeheizt“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets.

Bislang hätten sich die Auswirkungen auf die Verbraucherpreise vergleichsweise in Grenzen gehalten, „da viele Unternehmen die gestiegenen Vorleistungskosten noch nicht vollständig an die Endverbraucher weitergegeben haben. Allerdings wächst das Risiko, dass sich diese Situation im kommenden Jahr ändern könnte. Um weiteres Gewinnwachstum zu erzielen und ihre Margen zu stabilisieren, könnten Unternehmen zunehmend gezwungen sein, höhere Kosten über entsprechende Preisanpassungen weiterzugeben“, so der Marktanalyst weiter.

Die Aktien des Dax-Schwergewichts Deutsche Telekom gerieten am Freitag dagegen unter Verkaufsdruck. Hintergrund seien die „Bestrebungen des Technologiekonzerns SpaceX, seine Aktivitäten im Telekommunikations- und Kabelsektor weiter auszubauen“. Bereits am Donnerstag seien die Aktien großer US-Kabel- und Telekommunikationsunternehmen infolge dieser Entwicklung „deutlich unter Druck geraten“, so Lipkow.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagnachmittag etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1215 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8917 Euro zu haben.

Der Goldpreis konnte deutlich profitieren, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 4.186 US-Dollar gezahlt (+1,4 Prozent). Das entspricht einem Preis von 120,00 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis sank unterdessen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagnachmittag gegen 12 Uhr deutscher Zeit 102,90 US-Dollar, das waren 137 Cent oder 1,3 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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