Nach Bas-Rücktritt: Linken-Chefin Reichinnek kritisiert Kanzler Merz scharf für fehlendes Mitgefühl

Nach dem Rückzug von Bärbel Bas (SPD) wirft Linken-Fraktionschefin Heidi Reichinnek Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) mangelndes Mitgefühl vor. „So wie Merz den Menschen im Land einen Tiefschlag nach dem anderen verpasst und es im Umgang an Mitgefühl missen lässt, so geht er offenbar auch mit seinen Regierungsmitgliedern um“, sagte Reichinnek der „Rheinischen Post“ (Dienstagsausgabe). Ihn scheine „noch nicht einmal eine belastende familiäre Situation von seinem stillosen Umgang abzubringen“, so die Linken-Politikerin weiter.

Genau diese Kälte sei es, „die die Menschen jeden Tag von dem Mann erleben, der als Kanzler eigentlich die Verantwortung hätte, an ihrer Seite zu stehen und ihr Leben besser zu machen. Durch Bezahlbarkeit, durch einen starken, sicheren Sozialstaat, durch den Einsatz für gute Löhne und gute Arbeit.“ Merz lasse die Menschen „mit ihren Sorgen nicht nur allein, sondern haut noch drauf“, kritisierte Reichinnek.

Bas war infolge des Todes ihrer Stieftochter am Montag von ihren Ämtern als Co-Parteivorsitzende der SPD und Bundesarbeitsministerin zurückgetreten. In ihrer am Montag verbreiteten Erklärung schrieb sie zudem, sie habe feststellen müssen, dass die öffentlichen Angriffe auf sie, leider auch aus den Reihen des Koalitionspartners, in dieser für sie persönlich schwierigen Zeit weiter forciert wurden. Laut „Süddeutscher Zeitung“ hätten insbesondere interne Aussagen des Kanzlers über Bas für Unmut in der SPD gesorgt.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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