Tabaksteuer: Drogenbeauftragter Streeck begrüßt Erhöhung – und ist offen für weitere Preissteigerungen

Der Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Hendrik Streeck (CDU), begrüßt die vom Bundestag auf den Weg gebrachte Erhöhung der Tabaksteuer – und ist offen für weitere Preissteigerungen. „Rauchen kostet in Deutschland jedes Jahr rund 131.000 Menschen das Leben und unsere Gesellschaft fast 100 Milliarden Euro. Nach Berechnungen der WHO müsste eine Schachtel rund 23 Euro kosten, damit die Steuer diese Folgekosten deckt“, sagte Streeck der „Rheinischen Post“.

Sein Ziel sei Gesundheit, die Mehreinnahmen seien ein Nebeneffekt. „Weniger Raucher bedeuten weniger Krebs, Herzinfarkte und Schlaganfälle und weniger vermeidbare Kosten für Beitrags- und Steuerzahler“, so der CDU-Politiker weiter.

Gleichwohl zeigte sich der Drogenbeauftragte zufrieden mit der beschlossenen Erhöhung. „Ich habe dafür lange gekämpft und mir damit nicht nur Freunde gemacht. Nach Jahren kleiner Schritte wird Rauchen jetzt deutlich teurer, bis 2030 auf rund 12 Euro pro Schachtel“, sagte Streeck. Das schütze vor allem Kinder und Jugendliche. Streeck führte aus, die meisten Raucher fingen als Jugendliche an, und in diesem Alter wirke ein höherer Preis am stärksten, weil sich die Sucht noch nicht festgesetzt habe. Wer gar nicht erst anfange, müsse später auch nicht aufhören, hob der CDU-Politiker hervor.

Der Bundestag hat am Donnerstagabend ein Gesetz beschlossen, wonach die Steuer auf Tabakprodukte angehoben werden soll.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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