Der Dax hat am Mittwoch nach einem verhaltenen Start bis zum Mittag in den grünen Bereich gedreht. Gegen 12:30 Uhr wurde der Index mit rund 25.435 Punkten berechnet. Dies entspricht einem Plus von 0,5 Prozent gegenüber dem vorherigen Handelstag. An der Spitze der Kursliste rangierten Adidas, Infineon und Bayer, am Ende FMC, Continental und Volkswagen.
„Der Dax bewegt sich weiterhin in einer engen Handelsspanne“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. „Neue Kaufimpulse bleiben Mangelware, und selbst die wieder freundlichere Stimmung im internationalen Technologiesektor kann dem deutschen Leitindex kaum auf die Sprünge helfen.“ Dem Dax fehle schlichtweg „die entsprechende DNA“, um von der wieder aufkeimenden KI-Euphorie in gleichem Maße wie die Wall Street zu profitieren.
„Stattdessen richten die Anleger ihren Blick auf die Quartalszahlen von Netflix und United Airlines, aus denen sich eher verhaltene Rückschlüsse auf die Konsumlaune und die wirtschaftliche Entwicklung ziehen lassen“, so Lipkow. Positive Nachrichten kommen dagegen von Adidas: „Die Zollrückzahlungen aus den USA geben dem Sportartikelhersteller mehr Spielraum und sorgen für einen zuversichtlicheren Ausblick auf die kommenden Quartale.“
„Mehr Bewegung könnte ab morgen in den Handel kommen, wenn die Anleger die Quartalszahlen von SAP, Meta und Tesla verarbeitet haben“, fügte der Analyst hinzu. „Bis dahin bleibt die Suche nach einer angemessenen Bewertung das bestimmende Thema. Die Börsen befinden sich derzeit in einer Phase der Neuorientierung: Die Anleger wollen wieder investieren, finden aber noch zu wenige überzeugende Argumente dafür.“
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Mittwochmittag etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1219 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8913 Euro zu haben.
Der Ölpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 111,10 US-Dollar; das waren 2,1 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
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