SPD-Chef Krach: Bundeswehr kann trotz Sondierungspapier weiterhin an Berliner Schulen präsent sein

Berlins SPD-Chef Steffen Krach zufolge wird die Bundeswehr auch unter einer rot-grün-roten Regierung an Berlins Schulen präsent sein können. Jede Schule werde das wieder eigenständig entscheiden können, so wie es vor der Kooperationsvereinbarung der Fall gewesen sei und in vielen anderen Bundesländern genauso praktiziert werde, sagte Krach dem „Tagesspiegel“.

Hintergrund ist eine Vereinbarung im gemeinsamen Sondierungspapier von Linken, Grünen und SPD. Darin heißt es: „Die Kooperationsvereinbarung mit der Bundeswehr beenden wir.“ Die Kooperationsvereinbarung war im Juni dieses Jahres zwischen der CDU-geführten Senatsbildungsverwaltung und der Bundeswehr getroffen worden. Sie umfasst inhaltliche und organisatorische Standards für die Beteiligung von Jugendoffizieren am Unterricht in Berlin, sieht allerdings auch eine „Selbstständigkeit der Schulen in der Entscheidung für eine Zusammenarbeit“ vor.

SPD-Verteidigungsminister Boris Pistorius hatte die angekündigte Aufhebung der Kooperationsvereinbarung zuvor im „Tagesspiegel“ kritisiert. Dies werde dazu führen, dass Lehrkräfte zunehmend unsicher seien, ob Jugendoffiziere an Schulen „überhaupt noch politisch gewollt“ seien, sagte Pistorius der Zeitung.

Laut Krach ist das auch ohne die Kooperationsvereinbarung der Fall. Er verwies darauf, dass Schulen laut des Sondierungspapiers „plurale Angebote der Demokratiebildung“ nutzen könnten. Die Zusammenarbeit mit der Bundeswehr habe in der Vergangenheit dazugehört und das gelte weiterhin, sagte er.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Dax startet 0,6 Prozent im Minus: Technologiebewertungen und Inflation belasten die Märkte

    Der Dax ist am Freitagmorgen negativ in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 25.225 Punkten berechnet, 0,6 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag.„Die Anleger bekommen…

    Verwaltungs-App: Deutschland-App liegt hinter Zeitplan zurück – Digitalminister Wildberger nennt höhere Ansprüche als Grund

    Die von Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) geplante Verwaltungs-App liegt deutlich hinter dem ursprünglichen Zeitplan zurück. Das schreibt das „Handelsblatt“ unter Berufung auf Kommunen, die die „Deutschland-App“ in einem Pilotbetrieb erproben…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert