Dax legt zum Wochenstart 0,9 Prozent zu – Ifo-Daten stützen, Notenbankwoche im Fokus

Zum Wochenstart hat der Dax deutlich zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 25.411 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,9 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag.

An der Spitze der Kursliste standen die Aktien von Siemens Energy, die bis kurz vor Handelsschluss mit über vier Prozent sehr stark zulegten, gefolgt von den Papieren von Infineon und von Hochtief. Am Ende der Kursliste standen dagegen die Aktien von Symrise, die bis kurz vor Handelsschluss mit über einem Prozent deutlich im Minus waren, gefolgt von den Papieren der Deutschen Telekom und von Beiersdorf.

„Der Dax hat heute wieder Fahrt aufgenommen und die Marke von 25.500 Punkten ins Visier genommen. Unterstützung lieferten dafür auch die Daten zum Ifo-Geschäftsklimaindex. Sowohl die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage als auch die Erwartungen der Unternehmen fielen etwas besser aus als prognostiziert“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. Das nähre die Hoffnung, dass sich die deutsche Konjunktur allmählich stabilisiere. „Von einer nachhaltigen Erholung kann allerdings noch keine Rede sein, zumal die hohen Energiepreise weiterhin auf Unternehmen und Verbrauchern lasten“, so der Marktanalyst weiter.

„Entscheidend dürfte deshalb die heute gestartete und außergewöhnlich ereignisreiche Handelswoche werden. Mit den Notenbanksitzungen von Fed, EZB und Bank of Japan stehen gleich drei wichtige geldpolitische Entscheidungen auf der Agenda. Angesichts der anhaltend hohen Energiepreise und der wachsenden Inflationsrisiken werden die Anleger jedes Wort der Notenbanker auf die Goldwaage legen. Die entscheidende Frage lautet, wie weit die Währungshüter bei der Inflationsbekämpfung gehen müssen, ohne die ohnehin fragile Konjunktur zusätzlich zu belasten“, so Lipkow.

Gleichzeitig erreiche die Berichtssaison einen ihrer Höhepunkte. „Mit Amazon, Alphabet und Microsoft präsentieren drei der wichtigsten Technologiekonzerne ihre Quartalszahlen. Im Mittelpunkt steht dabei erneut die Frage, ob die milliardenschweren Investitionen in künstliche Intelligenz wirtschaftlich tragfähig bleiben. Auch in Deutschland öffnen mit der Deutschen Bank, Volkswagen und BASF wichtige Dax-Unternehmen ihre Bücher. Für den deutschen Aktienmarkt wird insbesondere entscheidend sein, ob die Industrieunternehmen trotz des schwierigen konjunkturellen Umfelds ihre Gewinnprognosen bestätigen können. An der Wall Street richtet sich der Blick dagegen auf die Frage, ob das Wachstum der KI-Infrastruktur weiterhin ausreicht, um die außergewöhnlich hohen Investitionsausgaben zu rechtfertigen“, so der Marktanalyst.

Die zentrale Frage für die Aktienmärkte laute, ob die Unternehmensgewinne weiterhin schnell genug wachsen können, um das hohe Zinsniveau und die gestiegenen Bewertungsanforderungen zu kompensieren. „Gute Quartalszahlen allein reichen dafür nicht mehr aus. Die Unternehmen müssen auch überzeugende Perspektiven für ihre künftige Profitabilität liefern. Die Antwort dürfte maßgeblich darüber entscheiden, ob die Börsen mit einer stabilen Ausgangsbasis in den November starten oder ob sich die Diskussion über Gewinnrisiken, Finanzierungskosten und Kapitalrenditen weiter verschärft“, sagte Lipkow.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Montagnachmittag schwächer: Ein Euro kostete 1,1182 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8943 Euro zu haben.

Der Goldpreis konnte profitieren, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 4.019 US-Dollar gezahlt (+0,5 Prozent). Das entspricht einem Preis von 115,56 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 117,10 US-Dollar, das waren 41 Cent oder 0,4 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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