DIW-Präsident Marcel Fratzscher wirft Audi-Chef Gernot Döllner mangelnde Verantwortung für Trump-Auftritt vor

Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, kritisiert den Auftritt von Audi-Chef Gernot Döllner bei einer Wahlkampfveranstaltung von US-Präsident Donald Trump scharf. „Das Verhalten des Audi-Chefs zeigt die mangelnde Verantwortung einiger deutscher Konzernspitzen für die eigenen Fehler und für eine funktionierende Marktwirtschaft“, sagte Fratzscher dem „Handelsblatt“.

Denn Deutschland werde als Wirtschaftsstandort nur dann wieder attraktiv und innovativ, „wenn sich auch das Management der deutschen Unternehmen zu den Werten der Demokratie, einer offenen Gesellschaft und einer multilateralen Weltordnung“ bekenne und sich für sie einsetze.

Der DIW-Chef warf Audi zudem vor, wirtschaftliche Risiken zu ignorieren. „Die Unterstützung von Donald Trump durch den Audi-Chef unterstreicht, dass zu viele deutsche Konzerne ihre Abhängigkeit von den USA und China weiter erhöhen, anstatt sie deutlich zu reduzieren, Risiken abzubauen und sich von kurzfristigem Profitdenken zu lösen“, so Fratzscher. Das schade dem Audi-Konzern und Deutschland als Wirtschaftsstandort.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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