Vor Israel-Wahl: Armin Laschet fordert Regierung ohne rechtsextreme Minister und zeigt Sympathie für Eisenkot

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Armin Laschet (CDU), fordert von einem neuen israelischen Premierminister eine Regierung ohne rechtsextreme Minister. Er erwarte, „eine Regierung zu bilden ohne rechtsextreme Minister, ohne Minister, die in unverantwortlicher Weise wie Ben-Gvir beispielsweise gegen die Palästinenser hetzen“, sagte Laschet im Podcast „Berlin Playbook“ des Magazins Politico.

„Man muss in eine Gesprächslage wieder kommen, dass man gemeinsam den Friedensprozess voranbringt“, so der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag. Nötig seien wieder respektvolle Begegnungen mit Israel und den Palästinensern „und nicht solche Ausfälle, wie sie von einigen der Minister Netanjahus in den letzten Jahren zu hören waren“.

Mit Blick auf die Wahl am Dienstag zeigte der CDU-Politiker deutliche Sympathie für Herausforderer Gadi Eisenkot. „Von außen sich in Wahlen einmischen ist nie besonders schön. Aber Eisenkot ist ein erfahrener, guter Politiker und er würde wahrscheinlich besser und stärker einen Neubeginn auch der israelischen Politik symbolisieren“, sagte er.

Laschet sieht in einem möglichen Regierungswechsel ein wichtiges Signal „gerade auch für Europa, denn die Zustimmung zu Israel hat dramatisch nachgelassen und ein Neubeginn würde da helfen“. Sollte Netanjahu die Wahl gewinnen, werde man mit ihm zusammenarbeiten: „Das ist nun mal Demokratie. Aber ich glaube, für Israel selbst wäre ein sichtbarer Wechsel das bessere Signal“, so der CDU-Politiker.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    EY-Studierendenstudie 2026: Jobsicherheit rangiert vor Gehalt – Gehaltserwartungen real deutlich gesunken

    Jobsicherheit ist für Studenten bei der Wahl des künftigen Arbeitsplatzes wichtiger als das Gehalt. Das geht aus der Studierendenstudie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft EY hervor, aus der die Funke-Mediengruppe berichtet.…

    Forsa-Umfrage für BDA: 98 Prozent der Unternehmen spüren keinen Bürokratie-Abbau – 53 Prozent melden sogar mehr Belastung

    Die Unternehmen in Deutschland spüren einer Umfrage zufolge bislang kaum Entlastungen durch den angekündigten Bürokratie-Abbau der Bundesregierung. 45 Prozent der befragten Unternehmen nehmen keine Veränderung wahr, 53 Prozent berichten sogar…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert